11. Dezember 2017

Malta 2013 – Geschichte pur

Fungus Rock
Fungus Rock auf der Insel Gozo(2013) ©by Scout

Hier nun wie versprochen ein kurzer Einblick von Malta anno 2013

Bei unserer Urlaubsplanung kam irgendwie mal Mata auf. Ich war davon von Anfang an ziemlich begeistert, hatte ich doch schon bischen was von Malta gehört und gelesen.
Eine strategisch schon immer interessante Insel im Mittelmeer. Spontane Eingebungen Großmeisterpalast, Belagerungen durch die Osmanen etc.
Ich hatte natürlich Interesse und machte mich im Netz etwas schlau. Leider planten wir etwas kurzfristig, dadurch fiel gleich von vorne herein für uns das Hypogeum von Malta aus. Tickets dafür gibt es über das Internet. Diese waren zu unserer Zeit nicht nur täglich, sondern auch jährlich begrenzt. Und zu unserer Zeit ein Jahr im voraus ausgebucht.

Ja klar war ich darüber etwas enttäuscht, aber mein Interesse gilt mehr dem Mittelalter. Um es kurz zu machen, auf Malta interessierten mich Altstädte, Festungen und Kreuzritter.

Schon bevor wir die Reise gebucht hatten, hatte ich mich etwas informiert und konnte deshalb das Hypogeum ausschließen.

Eigentlich wollte ich ja einen Mietwagen holen und damit kreuz und quer über die Insel fahren, aber irgendwo hatte ich gelesen, dass es tolle Busverbindungen kreuz und quer über die Insel gibt. Und noch dazu gibt es preiswerte Wochen- bzw. Monatstickets.

Valetta - Malta 2013
Valetta – Malta 2013 © by Scout

Also dann mal los, der Urlaub war wohl nur ne Woche. Wir kamen am ersten Tag erst spät in der Nacht an und wurden von einem Taxi ins Hotel kutschiert. Das Hotel lag an der Strandpromenade in Sliema. Morgens beim aufstehen, hatten wir einen tollen Ausblick über die Bucht nach Valetta. Rechter Hand lag der Yachthafen, direkt vor uns Manoel Island und schräg gegenüber Valetta mit dem tollen Panorama.

Am nächsten Morgen haben wir zeitig gefrühstückt und sind mit der Fähre von Sliema direkt nach Valetta übergesetzt. Ferry/ Fähre: Website der Fähren

Von da haben wir uns erstmal durch die erwachende Altstadt treiben lassen, am Tourishop, haben wir einen Stadtplan zur Orientierung gekauft. Dann führte unser Weg zielstrebig zum Busbahnhof, denn dort sollte es die berühmten Wochenkarten geben. Leider habe ich keinen entsprechendem Aushang gefunden. Letztendlich musste ich mich mit meinem bischen englisch durchkämpfen und konnte die Tickets ergattern. Die Busfahrten an sich sind ja auch nicht teuer, aber mit dem Wochenticket haben wir jede Menge gespart und unterhaltsam war es auch.

Nachdem wir die Tickets hatten, sind wir zurück in die City und haben uns treiben lassen. Frauen bleiben natürlich an jedem Shop stehen. Aber ich hatte den Stadtplan und so lotzte ich, meine Frau, langsam aber sicher in Richtung Großmeisterpalast.

Grossmeisterpalast - Valetta
Grossmeisterpalast – Valetta Malta 2013 © by Scout

Der Großmeisterpalast, ehemals Sitz der Großmeister des Malteserordens, später Sitz der britischen Gouverneure und heute Regierungssitz der Republik Malta.
Trotzdem kann man den Palast zu großen Teilen besichtigen und das ist allemal sehenswert. Auch das Arsenal, die Waffenkammer sollte man sich nicht entgehen lassen. Es gibt selten genug solche Sammlungen von Waffen aus dem Mittelalter. Alles ist prächtig ausgestellt und sehr umfangreich.

Nachdem Großmeisterpalast sahen wir uns weiter in Valetta um. Zwischendurch aßen wir ne Kleinigkeit in einem der vielen Restaurants. Man sollte nicht gleich in das erstbeste Rennen, etwas gucken, Preise vergleichen und vor allem weg von den großen Straßen in kleine Gässchen, da findet man auch tolle Möglichkeiten.

Danach bummelten wir weiter durch Valetta, sahen die St. Pauls Cathedral und Upper Barrakka Gardens und vieles mehr an. Von Upper Barraka Gardens, dem höchsten Punkt von Valetta hat man eine sehr schöne Aussicht.

Erst am Abend fuhren wir mit dem Bus zurück. Abends dann bummelten wir an der Strandpromenade lang und verglichen Preise für Ausflüge. Auch im Hotel lagen Flyer aus und ich muss sagen, es war nicht gerade Preiswert. Aber schließlich ist Urlaub und wir entschlossen uns eine Glasbodenfahrt zu machen, zu unserem Leidwesen mussten wir dann am nächsten Tag mit dem Bus nach Bugibba fahren, denn in Sliema wurde sowas nicht angeboten.

Als wir am nächsten Tag nach Bugibba kamen, waren wir erstmal etwas enttäuscht. Für einen Touristen gab es nicht viel zu sehen und wir hatten noch Zeit, also bummelten wir den Hafen und die Promenade entlang. Schließlich wurden wir angesprochen ob wir nicht nach Gozo und Comino wollen. Klar wollten wir, aber die Preise von Sliema im Kopf waren wir skeptisch.

Azure Window - Gozo
Azure Window – Gozo Malta 2013 © by Scout

Aber wir hörten uns das erstmal an. Wir sollten mit der Fähre nach Comino fahren, dort in der blauen Lagune baden und weiter nach Gozo. Dort mit dem Auto eine Inselrundfahrt und zurück zum Hafen um mit dem Schiff wieder nach Bugibba zu schippern. Und der Preis dafür war fast um die Hälfte geringer als wenn wir die Tour von Sliema aus gemacht hätten. Da wir die Tickets für das Glasbodenboot noch nicht hatten, entschieden wir uns kurzer Hand um und machten die Tour.
Die Entscheidung war Gold richtig wir hatten einen tollen Tag. Leider hatten wir keine Badesachen mit, dadurch fiel baden in der Lagune aus, war aber nicht wirklich schlimm. Auf Gozo wurden wir in Kleinbusse verteilt und kreuz und quer über die Insel gekutscht. Wir sahen jede Menge, Azur Window, Fungus Rock, den Inland Sea, die Hauptstadt, mit Festung, Cathedrale war zu wegen Bauarbeiten, die Basilika ta Pinu und schön Essen waren wir auch noch.

Am dritten Tag gönnten wir uns etwas Ruhe und fuhren mit dem Bus quer über die Insel nach Gnejna Bay zum baden. Mehr ist da auch nicht eine kleine Bucht mit Sandstrand, oben auf den Klippen ein großes Hotel.

Am nächsten Tag sind wir nach Marsaxlokk gefahren. Von Marsaxlokk hatten wir uns etwas mehr versprochen und waren dann vor Ort doch etwas enttäuscht. Mehr als die Postkarten Idylle gibt es in dem kleinen Fischerdorf nicht zu sehen. Also alles was es zu sehen gibt, sieht man am Hafen oder in direkter Umgebung. Die bunten Fischerboote heißen Luzzu. Man kann dort mit den Fischern verhandeln und die machen mit den Touristen dann eine kleine Rundfahrt. Der vielbeschriebene Markt ist mehr oder weniger mit dem gleichen Nippes und Andenken wie überall vollgestopft. Nachdem wir alles mal abgerannt sind, haben wir es uns in einem der Lokale am Hafen ge
mütlich gemacht. Fisch kann man da frischer kaum bekommen. Denn man sieht, wie die Fischer Ihren Fang direkt an die Restaurants verkaufen/ liefern.

Mdina - Malta 2013
Mdina – Malta 2013 © by Scout

Am letzten Tag wollten wir unbedint noch Mdina besuchen. Mdina wurde überall als die “stille Stadt” und alte Hauptstadt empfohlen. Wie wir vorher schon erfahren hatten, sollte die alte Hauptstadt noch sehr ursprünglich sein und es soll dort kein Autoverkehr geben. Und um den tausenden Touristenstrom zu entgehen machten wir uns sehr zeitig auf, wie immer mit dem Bus.

Tja und wir waren auch zeitig da.

Etwas zu zeitig, von stiller Stadt keine Rede. Von wegen kein Autoverkehr, in den engen Gassen musste man ständig auf der Hut sein und schnell in eine Nische oder Türfassung springen um nicht überfahren zu werden.Wie uns dann berichtet wurde, gibt es allmorgendlich ein Zeitfenster in der die Stadt mit motorisierten Fahrzeugen befahren werden darf. Schließlich müssen Waren geliefert und der Müll entsorgt werden. Und zu solch früher Stunde haben es die Malteser sehr eilig und vor allem noch keine Touristen auf dem Schirm. Deshalb war das manchmal schon eng unbeschadet zu bleiben. Wir haben uns dann in eine Ecke gesetzt und gefrühstückt. Als die Stunde der stillen Stadt kam, war Sie auch sehr still, wenn auch nur für kurze Zeit. Denn kurz nachdem die Autos verschwunden waren, füllte sich die Stadt mit Menschen. Also die Stadt ist wirklich sehr sehenswert, auch wenn Sie etwas abseits liegt, sollte man Sie auf jeden Fall besuchen. Als es zu voll wurde strichen wir die Segel und fuhren mit dem Bus nach Mellieha Bay zum baden.

In Mellieha Bay findet man auch einen schönen Sandstrand, der sehr beliebt ist. Was soviel heisst, dass es sehr voll sein kann. Aber man findet dort tolle Wassersportmöglichkeiten und es werden auch von dort Touren nach Gozo und Comino angeboten.

Noch heute, denke ich oft an die schönen Tage auf Malta zurück und kann mir auch vorstellen wieder hinzufliegen.

Hilfreiche Links

Heritage Malta – Informationen zu Museen und Kultur

Visit Malta – Malta Seite für Touristen

Malta

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Über Scout 10 Artikel

Alter Mann, in Berlin geboren,
EDV Heini mit Hang zu Hand gemachter Musik,
Reisen und den Hasslieben zu Berlin und dem Radsport.

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